MEHR WERTSCHÖPFUNG AUF DEM BAUERNHOF


MEHR NACHHALTIGKEIT IN DER LANDWIRTSCHAFT


EINFACHERE BEDIENUNG


Zusammenfassung

Wir wollen den Rekord für die grösste erreichte Höhe über Meer mit einem Motorfahrzeug brechen. Dieser liegt bei 6688 m am Ojos del Salado in Chile. Der Berg hat eine Höhe von 6893 m. Alle bisherigen Rekordversuche wurden mit Verbrennungsmotoren unternommen. Dabei war der massive Leistungsverlust mit zunehmender Höhe neben dem schwierigen Gelände das grösste Hindernis. Anders als bei bisherigen Expeditionen dieser Art werden wir den Berg mit einem Elektrofahrzeug erklimmen. Wir werden die Landstrecke ab der Werkstatt in der Schweiz CO2-neutral im Fahrzeug zurücklegen.

Als Expeditionsfahrzeug dient ein landwirtschaftlicher Mehrzwecktransporter, wie er in der Landwirtschaft in anspruchsvoller Topographie benutzt wird, welcher auf Elektroantrieb umgerüstet wird. Der Ojos del Salado liegt weit abseits von einer Stromversorgung, aus diesem Grund wird eine leistungsstarke Photovoltaikanlage zusammengefaltet im Fahrzeug mitgeführt und jeweils während der sonnenreichsten Stunden des Tages ausgelegt um die Batterie zu laden.

Selbst wenn wir den absoluten Rekord nicht erreichen, können wir dennoch den Rekord für ein Elektrofahrzeug brechen, welcher bei 6079 m liegt.  

Das Ziel ist es, aus den gewonnenen Erkenntnissen einen serienreifen elektrischen Mehrzwecktransporter für die Landwirtschaft zu entwickeln, inklusive der zum Betrieb nötigen Infrastruktur. Der ökologische Fussabdruck der Landwirtschaft, sowie die Produktivität der Bauern können somit verbessert werden.

Für die Realisierung des Projektes sind wir auf die Zusammenarbeit mit innovativen Firmen aus verschiedenen Fachgebieten angewiesen. Unsere Partner profitieren davon, dass sie ihre Technologien testen und Messwerte erheben können. Sie haben Zugriff auf alle gewonnenen Erkenntnisse und Daten. Zudem wird ein Netzwerk von kompetenten und motivierten Zulieferern geschaffen, was die Entwicklung von kommerziellen Produkten vereinfacht. Des Weiteren generiert das Projekt sehr viel Aufmerksamkeit, welche zu Werbezwecken genutzt werden kann.




Motivation

Der Energieaufwand für die Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Fläche in der Schweiz belegt weltweit einen Spitzenplatz. Um 1 Megajoule Energie für die menschliche Ernährung zu produzieren, werden im Durchschnitt 2.3 Megajoule benötigt. In Bergregionen kann dieses Verhältnis bis 1:10 betragen.

Schweizweit sind das umgerechnet ca. 1400 Liter Heizöl pro Hektare Kulturland und Jahr. Davon entfallen 35 % auf Dieseltreibstoff für Landmaschinen und weitere 30 % auf andere fossile Energieträger.

In Anbetracht der Verpflichtungen der Schweiz, den Klimawandel einzudämmen, besteht hier grosser Handlungsbedarf.

Die Schweizer Landwirtschaft wird grosszügig staatlich unterstützt. Mit dem Kauf von Treibstoff fliesst ein beträchtlicher Teil dieser Gelder, und somit die Wertschöpfung, direkt an erdölexportierende Länder. Dadurch geht der Staatsausgaben-multiplikator verloren. Ausserdem macht es die Ernährungssicherheit abhängig vom Ausland.

Wir wollen diesen Problemen entgegenwirken, indem wir zur Entwicklung eines serienreifen, elektrischen Mehrzwecktransporters beitragen. In Kombination mit der Photovoltaik Technologie wird dieser dafür sorgen, dass in der Landwirtschaft und besonders bei Bergbauern vermehrt auf autarke Energieproduktion und elektrische Mobilität gesetzt wird.

Durch die Herstellung und Installation der dazugehörigen Infrastruktur im Inland wird auch die hiesige Industrie von den Fördergeldern der Landwirtschaft profitieren. 

In dem wir die Photovoltaikanlage für das Laden der Batterien mittransportieren, wollen wir veranschaulichen wie viel Potenzial diese Technologie hat und wie sie besser eingesetzt werden kann.

Es ist schwierig, die Öffentlichkeit, Politik und Investoren für das Thema zu sensibilisieren und vom Potential der Technologie zu überzeugen.

Deshalb sind wir auf die Idee gekommen, diese aussergewöhnliche Expedition durchzuführen.

Es gibt regelmässig Versuche, spektakuläre Weltrekorde aufzustellen. Mit ausgefallenen Transportmitteln werden neue Höhen, Tiefen und Distanzen erreicht. Viele Organisatoren rechtfertigen ihre Expedition damit, dass sie den Umweltschutz fördern soll. Oft handelt es sich dabei jedoch um eine Materialschlacht mit Transportflügen und Begleitschiffen, die in keiner Weise umweltverträglich ist. Vor diesem Hintergrund verlieren die Leistungen ihren Glanz.

Aus diesem Grund planen wir eine Expedition, die ihrem Zweck gerecht wird. Sie soll zukunftsweisende Technologie fördern und relevante wissenschaftliche Erkenntnisse hervorbringen.

Das Ziel soll nicht auf Kosten der Umwelt erreicht werden. Direkte Emissionen werden komplett vermieden und indirekte werden durch das Fördern erneuerbarer Energien kompensiert. Die Reise zum Ojos del Salado kann diese Ansprüche vereinen.

Mit dem Erklimmen des Berges stellen wir die Vorteile von Elektromotoren eindrücklich unter Beweis. Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren verlieren mit zunehmender Höhe massiv an Leistung. Ein Elektromotor hingegen bringt seine Leistung unabhängig von Luftdruck und Temperatur.

Mit der autonomen Hin- und Rückfahrt soll bewiesen werden, dass ein Elektrofahrzeug unabhängig von einer fixen Ladeinfrastruktur über längere Zeit betrieben werden kann. In einem abgelegenen Gebiet wie der Atacama-Wüste schränkt der mitgeführte Treibstoffvorrat die Dauer einer Expedition ein. Die autonome Energiegewinnung eliminiert diesen Faktor.


Zeitplan

Im Januar 2019 waren wir für Vorbereitungen 5 Wochen in Chile (Fotos hier) und haben den Ojos del Salado ein erstes Mal bestiegen. Wir haben die Gegebenheiten vor Ort erkundet und mit den chilenischen Behörden unser Vorhaben besprochen.

Wir wissen nun, dass wir mit der Höhe und dem Wetter auf knapp 7000 m gut zurechtkommen, auch bei sehr schlechten Bedingungen.

Wir wissen, dass es einen durchgehenden Fahrweg gibt dessen Steigung sich in einem akzeptablen Bereich befindet und er nicht von grossen Steinblöcken versperrt wird.

Seit der Rückkehr in die Schweiz haben wir eine neue Niederlassung im St.Gallischen Sevelen bezogen, wo der ganze Umbau umgesetzt wird. Der Start des Umbaus ist auf Mitte April geplant.

Im Spätsommer 2020 sollen die ersten Probefahrten stattfinden. Dabei werden wir vergleichbares Gelände wie am Ojos del Salado aufsuchen um den Umgang mit dem Fahrzeug zu lernen. Die Probefahrten werden wir für eine Promotionstour nutzen und das Fahrzeug an Messen präsentieren um die Aufmerksamkeit auf die bevorstehende Expedition zu steigern.